Durch die fortschreitende Digitalisierung hat sich auch der Handel mit Heim- und Wildtieren in den vergangenen Jahren zunehmend in den virtuellen Raum verschoben. Durch die häufige Anonymität der Verkäufer und fehlende gesetzliche Regelungen sind Verstöße gegen Tierschutzstandards keine Seltenheit. Zahlreiche Tierschutzorganisationen bemängeln in diesem Kontext die schlechten Zucht-, Haltungs- und Transportbedingungen sowie den oft desaströsen Gesundheitszustand der Tiere. „Auch, wenn die Fotos von Hundewelpen und jungen Katzen im Netz oftmals große Emotionen beim Betrachter und potenziellen Käufer auslösen, so verbirgt sich häufig großes Tierleid auf der anderen Seite“, schildert Kerstin Liebelt, Sprecherin für Tierschutz: „Eine schlechte medizinische Versorgung, fehlende Impfungen und mangelhafte Fürsorge für die Jungtiere sind auf den Fotos und in den Inseraten nicht erkennbar. Nicht selten werden die Tiere viel zu früh von dem restlichen Wurf getrennt, was zu einer fehlenden Sozialisation führt.“

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Liebelt: Rechtliche Rahmenbedingungen für Tierhandel im Internet schaffen –Registrierungs- und Chip-Pflicht einführen

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