Die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Karin Logemann sieht in dem Ampelsystem für Schlachthofschließungen einen ersten wichtigen Schritt in der Bewältigung der Krise rund um den Schweinestau: „Managementpläne, wie z. B. das Ampelsystem, sind grundsätzlich zu begrüßen, können jedoch nur ein Baustein bei der Bewältigung der Krise sein. Wichtig ist, bei der Ausgestaltung eines solchen Systems ein besonderes Augenmerk auf die Belastung und Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu legen.
Für Logemann steht fest, dass die kritische Situation in den Schweinemastbetrieben mehrere Auslöser hat: „Corona verursacht in diesem systemrelevanten und besonders sensiblen Bereich enorme Engpässe. Das ist unter anderem der Konzentration auf wenige große Schlachthöfe geschuldet. Hier muss es ein Umdenken geben! Die Verringerung der Ferkelproduktion erscheint als ein Weg, die Situation zu verbessern. Schweinehalter, die ihre Betriebe umstellen oder einstellen wollen, benötigen finanzielle Anreize. Wichtig ist es hier, nicht kurzfristig oder übereilt zu handeln, sondern einen strategischen Abbaupfad aufzuzeigen.“ Die SPD-Politikerin identifiziert außerdem die Einfuhr von Ferkeln aus Dänemark und aus den Niederlanden als zusätzliche Herausforderung: „Inwieweit es hier bei vertraglichen Vereinbarungen überhaupt zu einer Drosselung kommen kann, muss geprüft werden“, ergänzt Logemann.

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Logemann: Ampelsystem als erster Baustein bei der Bewältigung der Krise

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